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FDP-Gemeindeverband Lehre -

Querdenker

Kreuz und quer - wo denkt ihr hin?

In letzter Zeit machen die selbst ernannten „Querdenker“ von sich reden. Sie machen sich über schwierige Themen her, die ihren geistigen Horizont deutlich überschreiten, sie stellen unbewiesene und unbeweisbare Behauptungen auf und führen sich auf wie pathologische Besserwisser. (Dass manche dieser "Querdenker" den Doktortitel führen, lässt vermuten, dass sie ein begrenztes Sachgebiet gut kennen - mehr aber nicht.)
Ihre Opfer finden diese Menschen unter denjenigen, die das Weltgeschehen ebenfalls nicht begreifen und nach einfachen Erklärungen suchen, um sich in der komplexen Welt zurechtfinden zu können. Folgerichtig bezeichnen sie die Überbringer der Meldungen aus der unverstandenen Welt als „Lügenpresse“; das erklärt auch ihre Nähe zu bestimmten "Bewegungen" und Parteien. Zugleich versuchen ihre Wortführer den Eindruck zu erwecken, sie verfügten über mehr Einblick und Überblick als die meisten Mitmenschen, aber ihre eigenen Wissenslücken kleistern sie mit kurzschlussartigen Vermutungen zu. Politikern trauen sie nicht, weil sie deren Sachgebiete und das damit verbundene Reden und Handeln nicht verstehen; deshalb glauben sie an Verschwörungen und geheime Mächte, die angeblich die Welt regieren. Die Motive für ihr Reden und Handeln sind oft ebenso verworren wie ihre Gedankengänge.

Offenkundig weiß kaum einer von ihnen, was „querdenken“ überhaupt bedeutet und wozu wirkliches Querdenken nützlich ist. Fragt man die Lauten unter ihnen, weshalb sie sich dermaßen aufregen, dann reden oder schreien sie von Widerstand und Ungehorsam gegen alles, was sie nicht verstehen, aber das hat mit „quer denken“ nichts zu tun. Es ist in Wirklichkeit von tiefer Angst getriebene Abwehr all des für sie Unbegreifbaren, das auf sie einströmt.

Erklärungen zum Phänomen dieser falschen Art des Querdenkens liefern Sprachforscher, Philosophen und Psychologen, also Kenner des menschlichen Denkens und seiner Resultate. „Quer denken“ hat demnach mit Widerstand, Streben nach Freiheit und dergleichen überhaupt nichts zu tun; es ist vielmehr eine Fähigkeit, die zu den schwierigsten Zielen der Bildung gerechnet werden kann: „Quer“ denken bedeutet breiter denken, also das gesamte erworbene oder vermittelte Wissen auf die gerade anstehenden Themen und Sachgebiete abklopfen, Nebenaspekte berücksichtigen, über den Tellerrand hinausschauen, neue Wege des Denkens einschlagen, Randgebiete des Wissens und der Erfahrungen einbeziehen, scheinbar Zusammenhangloses verknüpfen und daraus Besseres oder auch ganz Neues entwickeln. Naturgemäß ist solches Denken nicht jedermann möglich; deshalb kann wirkliches Querdenken auch niemals größere Menschenmengen zusammenbringen.

Die entscheidende Frage ist, weshalb den „neuen“ Querdenkern das Vertrauen in diejenigen abhanden gekommen ist, die von Mehrheiten gewählt worden sind oder sich beruflich oder anderweitig besonders qualifiziert haben. Hier sind besonders die Schulen gefragt.


Lehre


Die Gemeinde in der Mitte der Region Braunschweig/Wolfsburg - zwischen Forschung und Technik.

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